Das wetter in Dushanbe, Tajikistan
Das wetter in Dushanbe


Tadschikistan

Tadschikistan ist eine ehemalige Sowjetrepublik in Zentralasien. Das Land wird vom Osten durch China, vom Süden durch Afghanistan, vom Norden durch Kirgistan und von Norden und Westen durch Usbekistan umringt. 1991 erklärte sich Tadschikistan unabhängig von Russland. Nach einem fünfjährigen Buergerkrieg wurde 1997 ein Friedensvertrag mit der Opposition geschlossen. Tatsächlich ist das Land seit dem Jahre 2000 bereit für einen Sprung in Richtung einer besseren Zukunft. Die Probleme im Nachbarland Afghanistan könnten sich positiv auf die Entwicklungen in Tadschikistan auswirken. Arbeitsplätze können geschaffen werden und die Stabilität sollte zunehmen. Tadschikistan befindet sich in der Anlaufphase, der Welthandelsorganisation beizutreten, und ist schon der NATO als Partner für den Frieden beigetreten. Seit 2004 werden durchaus positive Reiseempfehlungen gegeben.
Die unangetastete Natur ist überwältigend, und die jungfräulichen Schneehänge des Pamirgebirges, das bei der Bevölkerung auch bekannt als "Das Dach der Welt", sind die Alpen zum Quadrat! Gipfel von über 7.000 Meter sind hier nichts Außergewöhnliches. Die blühenden Bergwiesen, vielen Seen, atemberaubende Ausblicke und imposante Gletscher bilden das Dekor dieses alten, zentralasiatischen Landes. Auch in kultureller Hinsicht hat Tadschikistan viel zu bieten: einzigartige Kunst, jahrhundertealte Sitten, sowie aufregende Städte und Dörfer, wo die Bevölkerung eine sprichwörtliche Einheit bildet. Tourismus ist noch unbekannt, und unverfälschte Essgewohnheiten, hygienische Umstände, die weniger entwickelte Infrastruktur sowie abweichende Gewohnheiten und Bräuche sind sehr sehenswert. Das Land ist sehr bergig. Gut die Hälfte des Landes liegt mehr als 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Die durch die Trockenheit wenig bewachsenen Bergrücken durchziehen das Land in Ost-West Richtung und gehören zum Tian- und Pamirgebirge.
Die Berge Des Pamir sind Ausläufer des Himalajas. Die höchsten Gipfel des Landes sind der Pik Samanid(7.495m) Pik Lenin(7.127m). Der Samanid bekam seinen originellen Namen erst 1999 zurück.Auf vielen Landkarten und in Literatur wird häufig noch der alte Sowjetname gebraucht: Pik Kommunisma. Die niedriger gelegenen Teile befinden sich im Südwesten und Norden Tadschikistans. In den Bergen liegen viele Gletscher, die als Quellen von Bächen und Flüssen fungieren. Die wichtigsten zwei Flüsse, die das Land durchziehen und beide im Aralsee münden, sind der Syrdarja und der Amudarja. Der Amudarja und der Pjandsch bilden zum größten Teil die Südgrenze mit Afghanistan. Auf 3.263 Metern Höhe liegt der "Lake Sarez" mit einer Länge von 55,8km, einer Breite von 3,3km und einem Wasservolumen von 16,074km3.
Der See ist nach einem Erdbeben (1911) unter darauffolgendem, fünfzehn Jahre anhaltendem Steinschlag entstanden. Um eine solche Katastrophe so gut wie möglich vorhersagen zu können, wurde ein System eingerichtet, das mit Hilfe von Sensoren und Satellitennavigation seismologische Aktivitäten, Wasserdruck, Windgeschwindigkeiten und Bewegung der Felsen registriert, so dass eventuelle Vorkehrungen rechtzeitig getroffen werden können.
400 Jahre vor unserer Zeitrechnung kamen mit Alexander dem Grossen die ersten Europäer in diesen Bereich der Erde. Er war es, der hier Städte errichtete, die bis zum heutigen Tag fortbestanden. Auch liegt Tadschikistan auf der Seidenroute mit vielen schönen Überbleibseln von Tempeln. Tadschikistan ist auch bekannt für die alte Religion genannt  Zoroastrianismus.
Tadschikistan ist dreieinhalb Mal so groß wie die Niederlande, aber ist mit 41 Einwohnern/km2 weniger dicht bevölkert. Die Tadschiken leben in den Flusstälern und verbringen ein ärmliches Dasein mit extensiver Landwirtschaft und Viehzucht auf kleinem Maßstab. Das Leben auf dem Land ist hart, und die Tage lang. Am Wegesrand wird alles zum Kauf angeboten. Neben dem Flugzeug und Helikopter sind Bus und Auto die Transportmöglichkeiten der Wahl; bei schlechten Wegen, hohen Bergen und tiefen Tälern übernimmt das Pferd. Tadschikistan ist reich an Wasser, man könnte vom blauen Gold sprechen. Im Moment ist es auf dem Land für Viele jedoch noch Luxus, fließend Wasser zu haben.
Die Hauptstadt von Tadschikistan ist Duschanbe, liegt im Hisor-Tal und ist noch keine hundert Jahre alt. 1924 wurde die Stadt planmäßig auf einem Fleck errichtet, an dem die Rote Armee ein Dorf verwüstet hatte. Das Dorf hieß Duschanbe Bazar, was im Persischen "Montagsmarkt" bedeutet. Später wurde dieser Name auf Duschanbe gekürzt (Montag), im Niederländischen Doesjanbe geschrieben.Die Stadt wurde zur Hauptstadt von Tadschikistan ausgebaut, das zuerst eine autonome Republik innerhalb Usbekistans, seit 1929 eine Sowjetrepublik, und schließlich seit 1991selbstaendig gewesen war. Von 1929 bis 1961 hieß die Stadt Stalinabad. Duschanbe ist ein wichtiges Zentrum der Baumwollindustrie. Ein freundliches Zentrum mit alten, verfallenen Vororten, und hier und da schon einem westlichen Bauwerk. Der Park und die kommunistische Architektur versetzen jeden in Staunen. Zahlreiche Essensstände, bewirtschaftet von der gastfreundliche Bevölkerung, sprießen aus der Erde.

Der Bazar ist einer der Höhepunkte. Man kann alles Mögliche kaufen, und es ist ein Genuss, sich etwas umzuschauen. Andere sehenswürdige Städte sind Mughrab mit seinen Gletschern, Penjikent, Kohent und Korog. Sanatorien, thermische Bäder, Seen und Gipfel sind in großer Anzahl anzutreffen. Es waren die Niederländer, die den ersten Supermarkt "Holland Super Market M&P" in Duschanbe eröffneten (1995). Ein Jahr später war die erste Reklame geboren. Vom geschäftlichen Standpunkt aus betrachtet tut sich Einiges im "Holland Trade Centre" in Tadschikistan (dem "Tadschikistan Trade Centre" in den Niederlanden), und Arjan Erkel ist fleißig beim Aufbau seines Reisebüros "Tajik-Travel", das 2006 den ersten Touristen die Möglichkeit gibt, das Land zu genießen.